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Zwischen Oberstdorf-Tiefenbach und Obermaiselstein
zweigt das Lochbachtal (auch Gutswiesertal genannt) ab. Schöne Alpen liegen in dem Tal. Die
Weiden sind im Frühjahr wahrlich übersät mit Enzian, Schusternägeln,
Knabenkraut und gelben Trollblumen, im Frühsommer mit Alpenrosen. Von hier hat man einen schönen Panoramablick auf das
gesamte Oberstdorfer Bergpanorama mit Nebelhorn; Hochvogel, Schneck, den
Gipfeln des Heilbronner Weges, dem auffälligen Widderstein, dem Hohen Ifen
und den eindrucksvollen Kalkabstürzen der Gottesackerwänden. Im Tal liegt
Tiefenbach mit seinen Weilern und Oberstdorf.
Das Lochbachtal
taucht erstmals 1689 in der
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Geschichtsschreibung
auf. Die heutigen Alpen, die überwiegend mit Galtvieh bestoßen sind,
dürften Nachfolger früherer Alpen sein, von denen weiter nichts überliefert
ist, als dass ein Mann aus Basel hier Alpen anlegte. Von ihm soll auch der
Besler seinen Namen haben.
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Obere Gundalpe
1.490 m
Galtalpe, nur während des Alpsommers
bewirtschaft.
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Die Obere Gundalpe, ein
denkmalgeschützter Blockbau (um 1800), liegt ca. 500 m
östlich des Beslers, gehört zu einer
typisch mehrstufigen Alpe und ist als Hochleger zu Beginn der Alpzeit oft
noch nicht bewirtschaftet. Der Name „Gund“ taucht im Oberallgäu häufig auf
und bezeichnet zunächst die Geländeform stattlicher Hochtäler, später
kleinere Mulden oder ein Kar. Alpen mit „-gund“ gehören überwiegend der
ersten deutschen Erschließungsphase an, reichen aber auch bis in die
jüngste Zeit hinein.
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Dinigörgenalpe
1.270 m
Südlich des Beslers liegt
die Alpe Dinigörgen. Sie ist eine Galtalpe und ist nur während des
Alpsommers bewirtschaftet.
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Freyburger Alpe
1.310 m
Galtalpe, nur während des
Alpsommers bewirtschaft.
Von
der Dinigörgernalpe talabwärts kommt man zur Freyburger Alpe, auch
Alpe Frieburgar’s Berg genannt.
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Weiter talabwärts, ca. 500
m südlich des Beslers wird die Kelleralpe 1, ein denkmalgeschützter
Blockbau aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, und die Untere Gundalpe
passiert. Beide Alpen sind Galtalpen, bewirten aber keine Gäste.
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Schwabenalpe
1.205 m
Galtalpe, nur während des
Alpsommers bewirtschaft.
Etwa 2,5 km
südöstlich vom Besler gelangt man zur Schwabenalpe. Hier dient ein Brunnen
vor dem Haus als Kühlschrank für Getränke. Es wird noch gekäst, aber nur in
kleinen Mengen für den Hausgebrauch und für die Wanderer. Die Alphütte ist
ein mit 1860 bezeichneter Blockbau.
Die Schwabenalpe wird von
zwei Urgesteinen bewirtschaftet. Beide zusammen bringen 170 Jahre (2005)
Lebenserfahrung mit, davon viele Jahre als Alphirten. Wer gerne mehr über
das Leben auf der Alp erfahren möchte ist hier immer willkommen.
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Lochbachalpe
1.150 m
Galtalpe, nicht bewirtschaftet.
Als nächste
Alpe wird die unbewirtschaftete Lochbachalpe passiert. Sie liegt östlich
vom Geißwiedenkopf. Das denkmalgeschützte Alpgebäude aus dem Jahr 1860 ist
gemauert mit verschalten Giebeln.
Auf dem sich nun etwas
lang hinziehenden Alpsträßchen, das zuletzt in Serpentinen hinunterläuft,
schafft der Blick auf Rubi- und Nebelhorn, Höfats und Trettachspitze
Abwechslung. Unter einer hohen Felswand ist schließlich der Talboden vor
Tiefenbach erreicht.
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Wandervorschlag:
An der Engstelle der
Straße von Oberstdorf-Tiefenbach nach Obermaiselstein, dem sogenannten
„Hirschsprung“ (Bushaltestelle und kleiner Parkplatz) folgt man entlang dem
„Obermaiselsteiner Sagenweg“, einem schattigen Wald- und Wiesenweg in westlicher
Richtung, vorbei am Berggasthof Sturmannshaus (Möglichkeit zum Besuch der
Sturmannshöhle) und am Alpenwildpark Berghof Schwarzenberg vorbei zum
Königsweg, der in Richtung Besler führt. Der Königsweg, der ehemalige Reit- und
Jagdweg des Bayernregenten König Max II., ist ein
beliebter Wanderweg, der von der Gemeinde Obermaiselstein als möglichst
naturbelassener Wanderpfad unterhalten wird.
In ca. 1,5
Stunden läuft man in etwa gleichmäßiger Steigung zunächst durch Wiesen
und dann in schattigem Hochwald
hinauf bis zu den Jagdhütten. Weiter führt ein schmaler Wanderpfad in einer
Stunde über die Obere Gundalpe im Gutswiesertal. Ein
besonderer Platz: Auf dem Weg von den Jagdhütten zur Oberen
Gundalpe lohnt es sich eine kleine Pause einzulegen und die tiefe Stille in
diesem Bereich zu genießen, da hier geologisch bedingt, weder vom
Riedbergpass noch vom Lochbachtal Geräusche heraufdringen können.
Weiter geht es zum Besler.
Der Gipfel (1.680 m) dieses eindrucksvoll geformten Berges kann entweder
über eine Rinne mit Stahlseil erklettert werden (nur für Geübte!) oder man
umgeht den Nordwandaufbau auf einem in die Einsenkung westlich des Gipfels
führenden Steigleins, das dann in der Südflanke durch Steilgras zum
Gipfelkreuz führt. Am
Gipfel gibt es genügend Sitzplätze. Er ist übersät mit Felsblöcken, die geradezu als Sitzgelegenheit
für Wanderer geschaffen scheinen.
Der Abstieg
erfolgt vorbei am Beslerkopf und Schafkopf ins Lochbachtal zur
Dinigörgenalpe.
Wer
den Besler nicht besteigen will, geht bei dem Wegweiser an der Gundalpe
links ins Lochbachtal hinab zum Stadel und auf einem Teersträßchen in den
Talboden. Dort rechts in etwa zehn Minuten zur Kelleralpe und Freyburger
Alpe oder gleich links auf dem Alp- und Forststräßchen ins Tal abwärts. Das
Sträßchen misst ca. 7 km und mündet in die Kreisstraße, die von Tiefenbach
über den Hirschsprung nach Obermaiselstein führt.
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