Alpen und Sennalpen in Balderschwang

 

 

Aus der 1598 urkundlich belegten und vom Bregenzer Wald her erschlossenen „Alp und Vorsäß“ Balderschwang wurde mit der Zeit eine Dauersiedlung, nämlich Balderschwang. Der Ortsname leitet sich von „Wang des Balgheri“ ab.

 

In der Gemarkung Balderschwang sind insgesamt 40 Alpen, davon 7 Sennalpen, mit ca. 1200 Stück Vieh (Kühe, Rinder, Kälber und Stiere) gemeldet.

 

Alpe Gschwend

Höhe: 1.050 m

Weideflächen: 1.050 m – 1.350 m

Sennalpe, von Anfang Juni bis Ende September bewirtschaftet. Es kann täglich beim Käsen zugeschaut werden. Voranmeldung erforderlich.

Telefon: 0 83 28 - 2 25

 

Die Alpe Gschwend liegt im Balderschwanger Ortsteil Gschwend. 1657 als Vorsäß bekannt, seit 1808 im weiteren Sinn umgeben von einer Dauersiedlung. Das heutige Alpgebäude wurde 1948 auf planierter Fläche oberhalb der Weideflächen erbaut.

 

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Die Alpe Gschwend ist mit ca. 58 Jungvieh und 44 Milchkühen beschlagen, außerdem gibt es Schweine, Pferde und Hühner. Zur Alpe gehören 70 Hektar. Täglich werden zwei Laib Sennalpkäse von ca. 20 - 30 Kilo und ca. 4 kg Weichkäse hergestellt.

 

Wandervorschlag:

 

Von der Kirche in Balderschwang 300 m in Richtung Grenze gehen. Links der Straße liegt die Alpe Gschwend.

 

Alpe Hochleckach

Höhe: 1.400 m

Sennalpe, von Anfang Juni bis etwa Mitte September bewirtschaftet. Besichtigung der Alpe von 8.00 Uhr bis 10.00 Uhr. Kässpätzle auf Vorbestellung und Übernachtungsmöglichkeit.

Telefon: 00 43 - 55 13 - 27 57

 

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Die Alpe Hochleckach liegt im Lecknertal wurde bereits im Jahr 1320 als “Lecken” erwähnt. Sie war im 1. und 2. Weltkrieg aufgrund der Grenznähe zu Deutschland sehr bedeutsam für den Vieh- und Warenschmuggel.

 

Von 1991 bis 1993 wurde eine neue Hütte mit einer modernen Sennerei gebaut, in der aus der erzeugten Milch Sennalp-Käse und Butter hergestellt wird. Den Sommer genießen auf 42 ha Gesamtfläche 11 Alpschweine, 38 Kühe, 17 Stück Jungvieh, ein Pferd mit Fohlen und zwei Ziegen

 

Wandervorschlag:

 

Balderschwang/Bushaltestelle Sippersegg, direkt nach der Pension Sonne rechts auf den Güterweg abbiegen und auf diesem über die Alpe Gschwendwies zur Alpe Hochleckach. Gehzeit ca. 1 Std.

 

Alpe Höfle

Höhe: 1.050 m

Weideflächen 1.050 m – 1.280 m

Sennalpe, vom 25. Mai bis 10. September und vom Dezember bis 15. April bewirtschaftet. Täglich kann von 9.45 Uhr bis 11.00 beim Käsen zugeschaut werden.

Telefon: 0 83 28 - 3 21

 

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Die Alpe Höfle liegt südlich der Bolgenach gegenüber dem Dorf an den auslaufenden Hängen des Gelbhansekopfs aber auf einer Steilstufe oberhalb des sich verbreiternden Bachbetts. Die Alpe wurde 1862 erbaut. 1902 kaufte Konrad Bals die Alpe. In dem sehr strengen Winter 1950/51 wurde die Hütte von den Schneemassen teilweise erdrückt und im Frühjahr desselben Jahres wieder aufgebaut. Zur Höflealp gehören 20 ha Weiden und 22 ha Wald. Im Sommer sind hier 31 Milchkühe, 8 Kälber und 16 Schweine. Auf der Alpe werden Bergkäse, Butter und Speck hergestellt. Der Sennalp-Bergkäse von der Höflealpe wurde schon mehrmals hoch prämiert.

 

Wandervorschlag:

 

Von der Bushaltestelle bei der Balderschwanger Kirche wenige Meter Richtung Hittisau gehen, dann links abbiegen, vorbei am Hotel Schelpenalp zur Höflealpe. Strecke etwa 1 km.

 

Alpe Lappach (A)

Höhe: 1.075 m

Weideflächen: 1.050 m – 1.150 m

Sennalpe, von Juni bis September bewirtschaftet. Nach vorheriger Anmeldung kann beim Käsen zugeschaut werden.

 

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Die Alpe Lappach (A) steht auf einer leicht terrassenförmigen Geländestufe oberhalb der Bachbetts der Bolgenach. Erwähnt wurde die Alpe bereits in corpore 1598 als Lappachers Vorsäß, 1642 mit Lappachs Bach, Lappachs Hg, Höflin (alos wohl Einödshof) Graben. Die Alpen Lappach (B) und (C) stehen indessen bereits auf Vorarlberger Boden. Im 18. Jahrhundert wurde die Lappach-Alpe erstmals erbaut und war zur damaligen Zeit eine Voralpe zur Burglhütte. Die renovierungsbedürftige Alpe wurde 1956 neu aufgebaut. Flächenmäßig gehören zur Alpe ca. 18 ha, sie ist mit 18 Kühen und 4 Kälbern beschlagen. Während der Alpzeit werden täglich zwei Laib Sennalpkäse in der Größe zwischen 14 – 16 kg hergestellt.

 

Wandervorschlag:

 

Die Tour führt vom Busparklatz Balderschwang zur Brücke über die Bolgenach. Kurz nach der Brücke zweigt ein Wanderweg nach rechts zur Alpe Lappach A ab (etwa 2,0 km).

 

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Alpe Lappach (D)

Höhe: 1.070 m

Sennalpe

Von Juni bis September bewirtschaftet. Nach vorheriger Anmeldung kann beim Käsen zugeschaut werden.

Telefon: 0 83 28 - 92 40 02

 

Die Namensgebung der Alpe erfolgte durch den angrenzenden Bach Lappbach. 1952 wurde die Alpe nach einem Brand neu errichtet. Flächenmäßig gehören zur Alpe 41 ha, sie ist mit 25 Stück Braunvieh beschlagen. Täglich werden Butter und ein Laib Sennalpkäse mit einem

Gewicht von etwa 12 - 20 kg (je nach Milchmenge) hergestellt.

 

Wandervorschlag:

 

Die Tour führt vom Busparklatz Balderschwang zur Brücke über die Bolgenach dem Sommerweg folgend zur Alpe Lappach D (etwa 1,8 km).

 

Alpe Oberbalderschwang

Höhe: 1.350 m

Weideflächen: 1.300 m – 1.500 m

Sennalpe, von Anfang Juni bis Mitte September bewirtschaftet.

Telefon: 0 83 28 - 10 96

 

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Die Alpe Oberbalderschwang liegt in etwas flacherem Gelände im Aufstieg zu einem eigentlichen „Topf“ unterhalb der Steilwände des Sipplingerkopfs. Die Alpe umfasste ursprünglich auch die Alpen Spicherhalde und Ober- und Untersocher. Erstmals erwähnt wurde sie 1682 und dann 1687, die Alpgenossen waren alle Bregenzerwäldler, und dann 1787 gesondert als Ober Balderschwang mit 188,5 Weiden. Seit 1819 ist die Alpe im Besitz desselben Familienverbands. 1830 wurde eine neue Alphütte mit einer Stallung für 100 Kühe erbaut. 1973 brannte die Alpe völlig ab und wurde im traditionellen Stil neu erbaut.

 

Zur Alpe gehören 64 ha. Im Sommer ist sie mit 70 Stück Jungvieh, 33 Milchkühen, Schweinen, Pferden, Ziegen und Hühner beschlagen. Für seinen Bergkäse erhielt der Senn Ehrenreich Stöcker 1996 den Siegerpreis.

 

Wandervorschlag:

 

Man verlässt den Ortskern von Balderschwang in Richtung Riedbergpass. Nach ca. 300 m am ersten Bauernhof „Bim schwarza Stürar“ geht es links bergauf. Die Abzweigung ist beschildert. In einiger Entfernung ist die Alpe Unterbalderschwang mit dem Schild „Einkaufen auf dem Bauernhof (Wurst, Käse, Obstler)“ zu sehen. Die Steigung beginnt relativ schwach mit 15 %. Auf der linken Seite kommt nach etwa 400 m die berühmte alte Eibe von Balderschwang. Von dort aus geht es weiter zur Alpe Oberbalderschwang. Sehr gut für Kinderwagen und Buggys geeignet. Ca. 3 km Gehweg ab Balderschwang.

 

Alpe Obere Wilhelmine

Höhe: 1.500 m

Weideflächen: 1.350 m – 1.750 m

Galtalpe, während des Alpsommers bewirtschaftet.

 

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Die Alpe Obere Wilhelmine liegt unterhalb der südöstlichen Hänge des Siplingerkopfs im Übergang in das Stubental (Wälder Loch) mit Fortführung ins Gunzesried und damit an einem der ehemals wichtigsten Verbindungswege vom Rheintal/Bregenzerwald in das Allgäuer Voralpenland.

 

Die Alpe Obere Wilhelmine wurde ohne Unterscheidung mit der Alpe Untere Wilhelmine im Gunzesried in einer Urkunde 1467 mit der bereits damals bestehenden Verbindung zum Fürststift Kempten erwähnt. Weiterhin erwähnt 1531/32, 1585 mit mindestens 80 Weiden, 1726 mit 368 Weiden. Das heutige Alpgebäude stammt in seinem Kern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. 1900 wurde der Stallteil erweitert. Erhebliche Erneuerungen folgten im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts und in neuerer Zeit.

 

Wandervorschlag:

 

Auf dem asphaltierten Weg ab dem Haus „Bim schwarza Stürar” über die Alpe Oberbalderschwang bis zum Ende des asphaltierten Alpweges. Von hier in nordöstlicher Richtung über einen Grashang am Felsaufbau des Heidenkopfes entlang, auf der Südseite verbleibend, zum Eingang in eine Mulde und durch diese zum Gipfel des Siplingerkopfs. Abstieg  in östlicher Richtung und auf dem immer steiler werdenden Pfad zur Alpe Obere Wilhelmine. Von dort über den befestigten

und dann asphaltierten Weg zurück ins Tal. Gehzeit 6 – 8 Stunden, für geübte Wanderer.

 

Neue Piesenalpe (auch Piesen Papstsche oder Balzes Berg)

Höhe: 1.470 m

Weideflächen: 1.380 m – 1.600 m

Sennalpe, nur während des Alpsommers bewirtschaftet. Der hervorragende Berg- und Backsteinkäse ist bekannt und viel gerühmt.

Telefon: + 43 (0) 55 13 – 21 42 (Privat!)

 

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Die neue Piesenalpe liegt hoch über dem Rohrmoostal zwischen Oberstdorf-Tiefenbach und Vorarlberg, etwa 200 Höhenmeter südlich unterhalb des Piesenkopf-Gipfels (1.630 m). Die Weideflächen liegen oberhalb des bis in den Talgrund reichenden Waldes, der zu einem Tausende von Hektar großen naturbelassenen Waldgebiet des Fürsten von Waldburg-Wolfsegg gehört. Von hier geht der Blick zu den grandiosen Gottesackerwänden mit ihren steilen Abstürzen und Wasserfällen. Hinter der neuen Piesenalpe führt ein ziemlich grober Feldweg steil hinauf zu einer romantischen, kleinen Kapelle (ca. 1.600 m). Etwas unterhalb der neuen Piesenalpe liegt auf 1.412 m die alte Piesenalpe, die als Galtalpe genutzt wird.

 

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Alte Piesenalpe

 

Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Piesenalpen 1449 mit 3 Alpen, dann 1491, 1594 und 1675 mit 2 Alpen. Seit 1939 werden die Alpen von der Familie Bals bewirtschaftet. Sie stellen täglich Käse, Butter und andere Milchprodukte her. Früher wurden die Kühe mit der Hand gemolken, die Wäsche im Trog gewaschen und nebenbei zog Mutter Bals noch sieben Kinder groß.

 

Wandervorschlag:

 

In Balderschwang dem Bolgenachweg über den Schwabenhof Richtung Riedbergpass bis zur großen Kehre des Scheuenwaldes folgen. Hier dann links über den aufgestauten Scheuenbach und auf einem Jägerpfad bis ins Weidegebiet der Piesenalpen. Dort gelangt man auf einem Pfad der bis zur Piesenalpe führt. In Sichtweite der Alphütte rechts ab und zum Gipfel ansteigen. Der Abstieg erfolgt nordöstlich übers Zwiebelmoos auf dem Alpweg zur Ale Dinigörgen und von dort wieder zurück über die Alpe Scheuen zum Ausgangspunkt.

 

Alpe Scheuen

Höhe: 1.108 m

Weideflächen: 1.100 m – 1.400 m

Mischalpe, im Sommer bewirtschaftet, Donnerstag Ruhetag. Zur Stärkung gibt es selbsterzeugte Produkte aus der eigenen Landwirtschaft. Die Alpe ist bequem zu erreichen und Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Mountainbiketouren.

Telefon: 0 83 28 - 10 80

 

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Die Alpe Scheuen liegt ca. 800 m neben der Riedbergstraße südlich oberhalb des Zusammenflusses von Scheuenbach und Bolgenach auf ebener Fläche. Früher eine Durchgangslage mit dem Hauptzugang in das Lochbachtal (Gutwieser Tal) und zentralem Zugang ins Rohrmoos (damit letztlich in das obere Illertal). Erstmals erwähnt wurde die Alpe 1379 im Kontext einer Erbteilung der Montfort, dann 1585 als „die Scheien“ und 1607. Der Name wird angeblich abgeleitet vom Mittelhochdeutschen für Zaun.

 

Wandervorschlag:

 

a) Man verlässt den Ortskern von Balderschwang in Richtung Riedbergpass. Kurz vor dem Pass zweigt ein Weg rechts von der Passstraße ab. An dieser Stelle gibt es einige Parkplätze an der Straße. Diesem Weg folgen bis zur Scheuenalpe.

 

b) Vom Ortskern von Balderschwang auf dem Bolgenachweg flussaufwärts bis an den Fuß des Riedbergpasses, dann rechts bis zur Scheuen Alpe. Wenn man bei der Scheuenalpe  dem schmalen Pfad rechts flussaufwärts (Scheuenbach) folgt und nach 400 m links am Waldrand aufwärts geht, kommt man nach ca. 1,5 km zum Scheuen-Wasserfall (tolles Ziel für Kinder).

 

Alpe Spicherhalde

Höhe: 1.478 m

Weideflächen: 1.400 m – 1.680 m

Sennalpe, von Juni bis September bewirtschaftet.

Telefon: 0 83 28 – 82 66

 

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Die Alpe Spicherhalde liegt oberhalb der Steilstufe zum Dorf auf einer eigenen Geländekuppe mit dem Rücken zu einer hohen senkrechten Wanne („Halde“) innerhalb des Hangverlaufs mit flachem, wasserreichen Grund und mit einer phantastischen Aussicht auf Balderschwang und über das gesamte Tal bis hinüber zum Hohen Ifen im Kleinwalsertal. Kurz vor der Alm liegt zur rechten Hand ein kleiner Weiher.

 

Die Alpe Spicherhalde wurde von Graf von Königsegg im 15. Jahrhundert erbaut. Der Name „Spicherhalde“ bedeutet soviel wie Aufbewahrungsort. Im Jahre 1954 brannte die Alpe durch einen Blitzschlag ab und wurde 1955 wieder neu erbaut. Zur Alpe gehören 98 ha, 25 Milchkühe, 60 Stück Jungvieh, Zuchtvieh, Ziegen

und Pferde.Täglich werden Butter und zwei Laib Sennalpkäse in der Größe von ca. 16 kg hergestellt.

 

Wandervorschlag:

 

Eine kurze Wanderung, die es in sich hat, denn auf ca. 4 km hat es 450 Höhenmeter mit einer maximalen Steigung von 24 % (!). Man verlässt den Ortskern von Balderschwang in Richtung Riedbergpass. Auf dem asphaltierten Weg ab dem Haus „Bim schwarza Stürar“ links bergauf, vorbei an der „Alten Eibe“ und der Alpe Oberbalderschwang bis zum Ende des asphaltierten Alpweges. Von dort aus auf dem sauber geschotterten Weg weiter bis zur Alpe Spicherhalde. Nach der Einkehr den gleichen Weg zurück ins Tal. Ca. 4,2 km bis zur Alpe, Gehzeit ca. 1,5 Std. (Sehr gut für Kinderwagen und Buggys geeignet.)

 

Alpe Unterbalderschwang

Höhe: 1.070 m

Weideflächen: 1.000 m – 1.280 m

Sennalpe, von Mai bis Oktober bewirtschaftet, mit Hofladen. Eine Sennereibesichtigung ist auf Voranmeldung möglich. Zur Alpe gehört auch ein Hofladen in dem man selbsterzeugte Produkte wie Bergkäse, Butter, Schinken vom Molkeschwein, Speck, verschiedenes Wurstsortiment, Sirup, Salben, Geschenkartikel kaufen kann.

Telefon: 0 83 28 - 10 17

 

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Die Alpe Unterbalderschwang liegt etwas oberhalb der Durchgangsstraße im flacheren aber doch leicht weil weitgezogen kuppigen Gelände am Rand des Hangfußes und im Beginn des Aufstiegs zum „Kessel“ bzw. zum „Wälder Loch“ ins Gunzesried.

 

Die Alpe Unterbalderschwang ist die älteste bewirtschaftete Alpe im Tal. Urkundlich erwähnt wurde sie bereits 1598 und 1675/79. 1739 erworben vom Kloster Mönchsroth (der Ort des Klosters heißt heute Rot an der Rot), das sich auch für eine seelsorgerische Betreuung des Tals einsetzte. Angeblich soll auf der Alpe ein erster Gottesdienst gefeiert worden sein. Später ging die Alpe auf die Familie Steurer über, welche heute die Alpe in der 5. Generation bewirtschaftet. Zur Alpe gehören 34 ha, sie ist mit 28 Rindern und 36 Milchkühen, Schweine, Pferde und Hühner beschlagen. Täglich werden Butter und zwei Laib Sennalpkäse von ca. 35 kg hergestellt.

 

Wandervorschlag:

 

Beim Hotel Ifenblick hoch, rechts einbiegen, sodass  man oberhalb der Hauptstraße entlang des Südhangs geht, bis der Weg auf der asphaltierten Straße bei der Alpe Unterbalderschwang mündet. Hier kann man jetzt rechts abbiegen und zurück ins Dorf gehen, oder geradeaus bis zur bewirtschafteten Unteren Socher Alpe. Von da geht es entlang der Hauptstraße zurück ins Dorf. Ab Balderschwang ca. 0,5 km Gehweg.

 

 

 

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