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Westlich der Iller zwischen Gunzesried und
Balderschwang liegt das Landschaftsschutzgebiet Hörnergruppe, ein weites
Bergland von auffallend runden Formen, die durch das relativ weiche Gestein
Flysch entstanden sind. Flysch besteht aus Wechsellagerungen von
Tonsteinen, Mergeln, Sandsteinen und Kalken und bildet aufgrund des
Vorherrschens der mergelig-tonigen und sandig-grusigen, leicht
verwitterbaren Gesteine wenig schroffe, gerundete Bergformen. Auf diesen
bis auf den Gipfel bewaldeten Flyschbergen findet man eine äußerst
reichhaltige Flora, so z. B. Alpenanemonen, Alpenaster, Aurikel,
Bergmännle, Enzian, Gemswurz, Glockenblume, Goldfingerkraut, Knabenkraut,
Türkenbundlilie, Trollblume und viele mehr.
Die Hörnergruppe – so genannt, da die meisten Gipfel
ein „Horn“ in der Namensbezeichnung tragen - ist ein ideales Wandergebiet.
Zwischen Täler und Gipfeln verläuft ein meilenweites Netz
gutausgeschilderter Wanderwege. Die vielfach alpwirtschaftlich genutzten
Gipfel der Hörnergruppe bieten zahlreiche hervorragende Aussichtspunkte auf
die Felsengipfel des Allgäuer Hauptkammes und der Lechtaler Alpen und ins
obere Illertal. Wer als engagierter, wenngleich mangels Übung unerfahrener
Wanderer „auf der Höhe bleiben“ will, hat es auf den „Hörnern“ leichter als
anderswo. Da gibt es zum Beispiel die berühmte „Hörnertour“, einen ebenso
harmlosen wie mit herrlicher Aussicht gesegneten Panoramaweg, der von
Balderschwang bis Ofterschwang über sechs der elf Hörnergipfel führt. Über Fischen „thront“ z. B. das Rubihorn (1.957 m), über Obermaiselstein
das Riedberger Horn (1.787 m), über Bolsterlang das Bolsterlanger Horn
(1.586 m) und über Ofterschwang - wie könnte es anders sein – das
Ofterschwanger Horn (1.406 m). Der Begriff „Horn“ bedeutet übrigens nichts
anderes als Berggipfel.
Aufstiegshilfe auf die Kammhöhen der Vorderen
Hörnergruppe bietet die Hörnerbahn in Bolsterlang und die Bergbahn in
Ofterschwang.
Unter der Hörnergruppe
lagert nach Osten zur Iller hin eine 3 km breite und 100 bis 150 m über dem
Talboden gelegene Terrassenlandschaft mit den hübschen Dörfern
Obermaiselstein, Bolsterlang und Ofterschwang, ein jedes umgeben von einer
Reihe Weiler und Einöden. Direkt an der Iller im Talboden liegt Fischen mit
seinen Ortsteilen. Jenseits der Hörnergruppe nach Norden hin liegt
Balderschwang. Diese fünf Hörnergemeinden sind zur ersten Bayerischen
Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen mit Sitz in Fischen. Von
Fischen verkehrt der Linienbus über Obermaiselstein und über den
Riedbergpass nach Balderschwang.
Die
winterliche Erschließung des Hörnergebietes durch Skilifte bietet dem
Skifahrer abwechslungsreiche und lawinensichere Abfahrten. Die
Tiefschneeabfahrten vom Riedberger- Rangiswanger- und Bleicher Horn sind
für Tourengeher allemal ein spezieller Genuss.
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