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Balderschwang im Oberallgäu – Sommerfrische und
Wintersportort - liegt, auf 12 weit auseinandergezogenen Siedlungen
verteilt, in einem sonnendurchfluteten Hochtal direkt an der
österreichischen Grenze zu Vorarlberg. Balderschwang ist mit 1.044 m
die höchstgelegenste und bezogen auf die Einwohnerzahl die kleinste
selbstständige Gemeinde Deutschlands.
Das Balderschwanger
Hochtal öffnet sich nach Westen
zum Bregenzerwald. Die Südseite
des Tales charakterisiert den Hohen Ifen und die Gottesackerwände. Die Nordseite zeigt die bizarre
Nagelfluhformation. Ganz typisch dafür ist der Siplingerkopf mit seinen
Nadeln, ein beliebtes Wanderziel. Im Osten wacht das Riedberger Horn über dem Hochtal, während sich
im Süden der waldige Rücken des Hochschelpen erstreckt. Im Gegensatz zu
diesen aus den Formationen des Flysch bzw. des Helvetikums stammenden Gras-
und Waldbergen stehen die steileren, aus Nagelfluh bestehenden Gestalten
des Siplinger Kopfes (1.745 m), des Heidenkopfes (1.685 m) und des
Girenkopfes (1.683 m).Von deutscher Seite
ist Balderschwang nur über den Riedbergpass (1.420 m) zu erreichen.
Durch die
Höhenlage von mehr als 1.000 m ist der idyllische Ferienort klimatisch
besonders bevorzugt, 99% nebelfrei, ein Tal fast so wie in alten Zeiten.
Das Klima von Balderschwang ist ein Übergangstyp zwischen Mittel- und
Hochgebirgsklima. Es besitzt heilungsfördernde Eigenschaften beider
Klimatypen.
Ein bedeutender
Teil der Gemeindeflur steht unter Natur- und Landschaftsschutz. Für
Ausflüge ins benachbarte Österreich, Schweiz, Kleines und Großes Walsertal,
Liechtenstein und an den Bodensee ist Balderschwang der ideale
Ausgangspunkt. Auf zahlreichen markierten Wanderwegen mit insgesamt 65 km
erlebt man die Jahreszeiten hautnah.
Die abseitige Lage und die großen
Schneemengen haben Balderschwang den rühmenden Beinamen „Bayerisch
Sibirien“ eingebracht. Der Ort bietet dem Wintersportler ein vielseitiges
Skigebiet für Anfänger bis FIS-Strecken, 7 Skilifte, Skischule, über 50 km
Langlaufloipen und große Schneesicherheit.
„Balder“ hieß der erste Bauer, der im 14. Jahrhundert
das Tal gerodet („geschwendet“) haben soll. Daher der Name „Balderschwang“.
Nur im Sommer wagten sich die Hirten in das unwirtliche Hochtal. 1569 baute man in Balderschwang die erste
Kapelle. Wahrscheinlich erfolgte die Besiedelung dieses einsamen Tales erst
ein halbes Jahrhundert vorher. Die 16 Familien, die 1800
hier wohnten, lebten ausschließlich von Land- und Forstwirtschaft. Jährlich
1.400 Zentner Käse wurden in den nächsten Jahrzehnten produziert, heute
sind es noch 300 Zentner. Abenteuerliche Handelswege über Österreich
verbanden die Enklave Balderschwang mit dem Allgäu. Der Schmuggel blühte.
Erst mit dem Bau des Riedbergpasses wurde das Tal 1961 direkt an Bayern
angeschlossen.
Sehenswürdigkeit:
- Pfarrkirche St. Antonius,
heutige Ausführung von 1895/1900, vormals hölzerne Kapelle
(1569), ab 1839 Steinbau.
- Obere Lappach-Alpe von
1832, ein Blockbau auf Bruchsteinsockel mit Flachdach.
- Die älteste Eibe Deutschlands ist ca. 2000 -
4000 Jahre alt, sie steht südöstlich von
Balderschwang, in 1.150 m Höhe.
- Scheuenwasserfall.
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