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Südöstlich und etwas oberhalb von Balderschwang, in
1.150 m Höhe, steht an den Abhängen des Siplingerkopfs, die älteste Eibe
Deutschlands. Sie soll angeblich auch das älteste „Lebewesen“ Europas sein,
man schätzt sie auf ein Alter von
2000 bis 4000 Jahren. Diese Alterseinschätzung entstammt nicht etwa
einer Sage, sondern immerhin von einem Fachmann.
Der einst gewaltige zentrale Stamm des Baumes ist
heute zwar abgestorben, ausgefault und hohl, aber zwei Seitenstämme
wucherten weiter. In zweijähriger,
vielfach wiederholter Beobachtung konnten keine Unterschiede zwischen den
zwei Teilen festgestellt werden. Sie treiben beide gleichzeitig aus,
besitzen die gleiche Nadelfarbe (Form
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und Länge), die
gleichen rötlichen Früchte, haben gleiche
Zweigstellungen und erreichen beide die Höhe von 6 m. Der Gesamtdurchmesser
an der Basis - es fehlt ein Mittelstück von etwa 1 m Breite - beträgt 2,70
m, der Brusthöhenumfang um beide Teile 8,10 m.
Bei der Eibe zu Balderschwang handelt es
sich um eine männliche Doppeleibe, die lange Zeit in einem deckenden
Bergmischwald gestanden hat, dessen Teil um sie herum der Rodung zum Opfer
fiel. Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Eibe erhalten blieb, obwohl bis
ins Mittelalter hinein Eibenholz gesucht war.
Wanderung:
Am Dorfeingang von Balderschwang, kurz vor dem
stattlichen Bauernhof „Bim schwarza Stürar“, führt ein für den öffentlichen
Verkehr gesperrtes Sträßlein in einer leichten Rechtskurve nach oben. Etwa
100 m nach dieser Biegung steht oben am Hang, knapp 50 m vom Weg entfernt,
ein Baum, der von weitem gesehen zwei Stämme zu besitzen scheint und sich
deutlich von den Bäumen der Umgebung abhebt. Dies ist die besagte Eibe.
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