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Balderschwang
ist Zentrum eines weitgezogenen Ausflugsgebietes im stark bewaldeten
Mittelgebirgsbereich zwischen Riedberger Horn - Siplingerkopf - Heidenkopf -
Girenkopf - Stillbergkamm im Norden und dem
Hochschelpen-Feuerstätterkopf-Massiv im Süden der Bolgenach, um aus der
Unzahl der seinen Talboden einrahmenden Gipfel nur die markantesten
hervorzuheben. Die interessantesten Tour aus dem Balderschwanger Tal führt
auf den Siplingerkopf (1.745 m).
Siplingerkopf -
Eingeweihte sagen „der Siplinger“ - heißt
der Hauptgipfel in jenem Bergkamm, der das Balderschwanger
Tal weit gegen Westen begleitet. Er ragt deutlich über seine
Nachbarn empor und zählt zu den typischen Nagelfluhbergen: Die Hänge fallen
oft sehr steil ab und sind überall von Felszacken und –fluhen
durchsetzt.
Nagelfluh ist ein Sedimentgestein aus Geröllen, das durch tonige,
kalkige, kieselige oder eisenhaltige Bindemittel verkittet ist. Ein
Mischgestein, das Erde anlagert, durch die Witterung sanfter geformt wird
und bis in die Höhen Bewuchs trägt. Der gute Nährboden sorgt für eine
besonders reichhaltige Alpenflora. Zum Klettern ist der Nagelfluh nicht
sonderlich geeignet, da die Steine zu leicht aus ihrer Bindung
herausbrechen.
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Blick vom Siplingerkopf auf
Balderschwang
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Wandervorschlag:
Anfahrt mit dem Pkw oder mit dem Bus über den
Riedbergpass nach Balderschwang. Am Ortseingang, nach dem Stubenbach beim
ersten Bauernhof „Bim schwarza Stürar“ folgt man der Beschilderung „Alpe
Oberbalderschwang, Alpe Spicherhalde“. Die für den öffentlichen
Verkehr gesperrte Straße führt in einer leichten Rechtskurve nach oben.
Etwa 100 m nach dieser Biegung steht oben am Hang, knapp 50 m vom Weg
entfernt, ein Baum, der von weitem gesehen zwei Stämme zu besitzen scheint
und sich deutlich von den Bäumen der Umgebung abhebt. Dies ist die berühmte
alte Eibe von Balderschwang. Nun führt der Weg an der erhöht liegenden Alpe
Obere Socher vorbei auf die Alpe Oberbalderschwang zu. Kurz vor der Alpe
Oberbalderschwang zweigt rechts ein Weg ab („Im Kessel“) zur Alpe Obere
Wilhelmine (1.350 m), die nach etwa 20 Minuten erreicht wird. An der Alpe
links abbiegen, um über den Grat, zuletzt steil, den Gipfel zu erreichen.
Ein etwas längerer Anstieg ist auch von der Gunzerieder Säge über die Alpe
Hintere Au und Alpe Hirschgund möglich. Abstieg umgekehrt wie der Aufstieg man
folgt dem Oberallgäuer Rundwanderweg nach Westen hinab um den drüben
liegenden Heidenkopf noch mitzunehmen. Nach dessen Überschreitung führt
links ein Steig zur Alpe Oberbalderschwang hinunter und weiter auf
dem asphaltierten Weg zurück ins Tal.
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