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In
einem der wald- und wildreichsten sowie besonders während der Wintermonate
stillsten Winkel des Oberallgäus verkörpert der Piesenkopf (1.630 m) ein
flussgeografisches Kuriosum. Er sitzt groß und breit genau auf der
Europäischen Hauptwasserscheide Rhein – Donau. Während die ost- und
südostseitig abfließenden Quellwasser über die Rohrmooser Starzlach und die
Iller der Donau zuströmen, nähren die nordseitigen Wasseradern die
Bolgenach und die west- bis südwestseitigen den Achbach oder Schönbach,
später die Subersach und strömen somit gemeinsam über die Bregenzer Ach dem
Rhein zu.
Von
keinem anderen Weg aus lässt sich die atemberaubende Architektur der
Unteren Gottesackerwände so gut studieren wie während des gemächlichen
Aufstiegs zum Piesenkopf. Die Ausstrahlung dieser überdimensionalen
Felsbastion lässt einen nicht so schnell wieder los. Trotzdem wird der
Piesenkopf mit seinen vielen blumenreichen Sumpfwiesen selten aufgesucht.
Wandervorschlag:
Am
Touristikzentrum Alpenrose in der Ortsmitte von Oberstdorf-Tiefenbach geht
es auf der Rohrmooser Straße zu Fuß oder mit dem Pkw (Münzautomat für die
Mautstraße, großer Parkplatz in Rohrmoos) ins Rohrmoostal.
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Kurz vor
Rohrmoos (1.070 m) führt der Weg links weiter Richtung Sibratsgfäll.
Nach ca. 1,5 km kommt der Abzweig nach rechts, wo uns der asphaltierte
Alpwirtschaftsweg rechts hinauf durch den Bergwald zur Piesenalpe führt. Das Teersträßchen windet sich, auch mit
teilweisen starken Steigungen zuerst bergauf, dann links am Berg entlang,
um im letzten Drittel wieder steil bergauf zur Alpe zu führen. Die neue
Piesenalpe liegt sehr schön unterhalb des Piesenkopfes mit toller Aussicht.
Die Piesenalpe ist bekannt für ihren hervorragenden Berg- und
Backsteinkäse.
Hinter der Alpe führt ein ziemlich grober
Feldweg steil weiter hinauf bis zur romantischen, kleinen Kapelle (ca.
1.600 m). Der Fußweg führt rechts am Grat über steile Wiesen hinauf zum
schmalen Gipfel des Piesenkopfes. Oben erwartet den Wanderer ein kleiner
Teich und eine super Aussicht in alle Himmelsrichtungen. Auf dem Gipfel ist
nicht so viel los, da die meisten ihre Tour unten an der Alpe beenden. Um
so besser kann man hier die Ruhe genießen. Der Rückweg erfolgt auf der
selben Strecke.
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