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Die Südgrenze
der Allgäuer Voralpen westlich der Iller verläuft von Oberstdorf über
Rohrmoos nach Sibratsgfäll. Der Gesteinsaufbau ist vielfältig. Im Norden dominiert
die Molasse. Sie bildet die bekannte Nagelfluhkette mit den Bergen wie dem
Hochgrat, dem Rindalphorn, dem Stuiben und dem Steineberg. Auch die immer
niedriger werden Berge nördlich der Nagelfluhkette bestehen aus Molasse.
Ebenfalls noch aus Molasse ist die südlich anschließende Bergkette um den
Girenkopf und den Siplingerkopf. Die weiter südlich aufragenden Gipfel sind
aus Flysch (Fließgestein). Diese Berge gehören zu den „Hinteren Hörnern“,
sie zeichnen sich durch sanfte runde Formen aus. Dadurch sind sie im Winter
ein beliebtes Terrain für die Tourenfahrer. Der bekannteste Berg ist das
Riedberger Horn.
Wandervorschlag:
Am kürzesten ist
der Anstieg von Grasgehren (Riedbergpass), wo sich ein großer Parkplatz
(1.447 m) und eine Bushaltestelle befinden.
Von
der Grasgehrenhütte auf dem breiten, zunächst mäßig ansteigenden Weg durch
die Alpweiden nach Nordwesten. Dann steiler aufwärts zu dem nach Westen
ansteigenden Bolgen-Gratrücken und entlang diesem links, zuletzt steil
durch Alpenrosenhänge aufwärts zum Gipfel des Riedberger Horns (1.787 m, 1
Stunde), wo die Gipfelstürmer grandiose Ausblicke genießen: zu den Allgäuer
Hochalpen, ins weite Illertal (Ofterschwang, Sonthofen), auf den
Bregenzerwald samt den Gletschern der Ostschweiz, auf die Nagelfluhkette
und auf
die wie Querriegel in der Landschaft liegenden Gottesackerwände.
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Grasgehren
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Grat zum Riedberger Horn
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Nach dem Genuss der einmaligen
Rundumsicht beginnt die genüssliche Gratwanderung auf dem nach
Nordwesten ziehenden Kammrücken. Auf gutem Pfad abwechselnd durch Latschen-
und Graskuppen hinab zum Grauenstein (1.641 m), auf einem Graspfad hinüber
zum Dreifahnenkopf (1.628 m), erst steil bergab und dann wieder steil
bergauf zum Höllritzereck (1.669 m) und weiter zum gleich hohen
Bleicherhorn.
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Gipfelkreuz auf dem
Höllritzereck
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Bleicherhorn, Gipfelglück
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Vom Bleicherhorn steigt man
zur Alpe Obere Wilhelmine ab (1.500 m; 1 ½ Stunden; Einkehrmöglichkeit). Jetzt kommt der letzte steile Aufstieg zum Siplingerkopf
(1780m). Von der Alphütte erst nordöstlich zum Übergang ins Aubachtal, dort
links in steilen Kehren durch den z. T. felsigen Ostabhang des
Siplingerkopfs bergauf bis zu den weichen Wiesenmatten um das Gipfelkreuz
(1.745 m; 1 Stunde). Der Aufstieg erfordert Schwindelfreiheit und
Kondition, wird aber durch einen herrlichen Rundumblick und der
wunderschönen Nagelfluhgesteinsformation belohnt.
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Siplingerkopf
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die „Siplinger Nadeln“
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Dann
beginnt eine – zumindest von oben gesehen – etwas „luftige Passage“: Der
nicht zu übersehende Pfad nach Südwesten ist zwar gut angelegt, leichtes
Geröll erfordert aber volle Konzentration beim Abwärtssteigen. Weiter unten
am latschenbewachsenen Kamm geht es am Grat nach links und von dort auf leichtem Weg (Wegweiser)
bergab bis zur Fahrstraße. Diese links folgend über die Alpe
Oberbalderschwang und Obere Socher Hütte ins Tal nach Balderschwang. Mit
dem Linienbus wieder zurück zum Ausgangspunkt.
Diese sehr schöne abwechslungsreiche 6 -Gipfeltour
erfordert große Kondition für ca. 5 bis 7 Stunden Gehzeit und ca. 1.000
Höhenmeter sowie Schwindelfreiheit und Trittsicherheit beim Aufstieg zum
Siplinger. Mehrere steile Auf- und Abstiege von bis zu 400 Höhenmetern sind
dabei zu bewältigen. Absolut lohnenswerte Tour die ab dem Riedbergerhorn
kaum begangen wird. Besondere Highlights Alpenrosenblühen im Juni/Juli. Auf
dem gesamten Weg Alpenblumen und klasse Aussicht bis zum Bodensee.
Diese
Wandertour kann beliebig verkürzt und erweitert werden:
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Vom Gipfel des Riedbergerhorns links
den Grat folgend bis zur Abzweigung (Wegweiser) Mittelalpe (bewirtschaftet)
von dort sanft bergab nach Balderschwang (Schwabenhof) auf Fahrstraße, ca.
3 Stunden.
Abstieg vom Dreifahnenkopf links (Wegweiser)
zur Bergstation Riedbergerhornlift und weiter zum Schwabenhof in
Balderschwang, ca. 3 Stunden.
Bei der Alpe obere Wilhelmine auf dem
Fahrweg bis zur asphaltierten Fahrstraße, auf dieser links ins Tal, ca. 4,5
Stunden.
Besonders
lohnenswert für trittsichere konditionale Wanderer ist die traumhafte
Wanderung vom Sipplinger über den Heidenkopf und Girenkopf hinab zur
Spicherhalde und dann links die Fahrstraße nach Balderschwang oder rechts
den Fahrweg folgend bis zur alten Stillbergalpe von dort steil bergab bis
zum Hotel Bergblick (Wegweiser) und über den Höhenweg nach Balderschwang,
Gehzeit ca. 7 – 8 Stunden.
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Bild
links:
Im
Winter ein beliebtes Skitourengebiet: Grauenstein, Dreifahnenkopf,
Höllritzereck und Bleicherhorn.
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