Die Hörnerpanoramatour

 

 

 

 

Die Hörnergruppe ist ein Flysch-Höhenzug entlang der Westseite des Illertales - ein weites Bergland von auffallend runden Formen. Im Winter sind die „Hörner“ ein beliebtes Terrain für Tourengeher, während der anderen Jahreszeiten bietet die Hörnertour ein glanzvolles Panoramawandern.

 

Ob man die Hörnertour von Süden nach Norden zurücklegt oder von Norden nach Süden ist Geschmacksache. Die Variationsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig und je nach Lust, Kondition und Wetterlage kann man sich die passende Tour zusammenstellen. Landschaftlich am schönsten ist allerdings die Nord-Süd-Überschreitung. Dann sind die Zweieinhalbtausender rund um Oberstdorf immer zum Greifen nah. Zur Linken schaut man ins über 1.000 m tiefer liegende Illertal und zur Rechten auf die das Gunzesrieder Tal säumenden Nagelfluhberge.

 

Der Wanderweg über die „Vorderen Hörner“ z. B. ist nur mit leichten Auf- und Abstiegen gespickt und ist auch von Familien mit wenig Wander-Erfahrung leicht zu gehen. Die Hörnertour lässt sich nach Belieben durch Abstieg nach Osten zur Sonnenterrasse der Hörnergemeinden beenden.

 

Wandervorschlag: Mit Bus oder Pkw nach Ofterschwang- Ortsmitte. Von der Bushaltestelle am Gasthof Engel zum Verkehrs- und Postamt und dann rechts ab in den „Panoramaweg“.  Auffahrt mit dem Weltcup-Express zur 1.315 m hoch gelegenen Bergstation. Aufstieg zum Gipfel des Ofterschwanger Horns (1.406).  Hier hat man einen phantastischen Blick in alle Himmelsrichtungen: Nach Süden ins Allgäuer Hochalpental, nach Westen ins Gunzesrieder Tal, Ostertal und zur Nagelfluhkette, nach Norden ins Alpenvorland und nach Osten ins Illertal und zu den Sonnenköpfen.

 

Weltcup-Hütte knapp unterhalb der Bergstation

Blick vom Ofterschwanger Horn

 

Nun beginnt die genüssliche Gratwanderung nach Süden. Zunächst geht man vom Gipfel zu dem Punkt, wo der „Hörner-Panoramaweg“ vom Allgäuer Berghof und der Alpweg zur Alpe Fahnengehren zusammentreffen – nach wenigen Schritten bietet die schön gelegene Alpe (1.350 m) eine erste Einkehrmöglichkeit (nur von Mitte Juni bis Mitte September geöffnet!). Weiter geht es auf dem in den Wald hinauf leicht ansteigenden Weg zum Sigiswanger Horn (1.527 m), dessen bewaldeten Gipfel (keine Aussicht) man auf dem Wanderweg getrost umgehen kann. (Nach Passieren des Sigiswanger Horns bietet sich die erste Gelegenheit für den Abstieg ins Tal über den Jägerweg. Für die Strecke ist etwa eine gute Stunde Zeit einzuplanen.)

 

Sigiswanger Horn, dahinter Ofterschwanger Horn

Sigiswanger Horn, links der Rangiswanger Sattel

 

Nahe der Sigiswanger Hornalpe (1.407 m) und der Moosalpe kommt man zur Ostseite des Rangiswanger Horns, an dessen Flanke der Hauptweg in geringem Anstieg weiter zum Weiherkopf leitet. Über den Gipfel des Rangiswanger Horns (1.615 m) führt ebenfalls ein Wanderweg rechts ab und sogleich wieder links (der andere Weg führt westseitig um den Berg) und trifft dann wieder auf den Hauptweg (Mehrzeit etwa 30 Minuten, lohnend!).

 

Rangiswanger Horn, Gipfelkreuz

Blick vom Rangiswanger Horn

 

Nun wird dann der Weiherkopf (1.665 m, herrlicher Rundblick!) erreicht, an dem ein Skilift vom Skigebiet um das Hörnerhaus einmündet. Wenn man nun dem Wanderweg links abwärts (rechts der auffallende Grassattel des Bolsterlanger Horns) folgt, kann man ab der Mittelstation (1.350 m, Einkehrmöglichkeit) die „Kleine Hörnertour“ mit der Hörnerbahn beendet, falls man nicht den kurzweiligen Abstieg nach Bolsterlang vorzieht (892 m, 1 Stunde).  Die Hörnerbahn und der Weltcup-Express bieten ein günstiges Hörnertour Kombiticket an. Der Rückweg ist mit dem Bus von Bolsterlang nach Ofterschwang oder umgekehrt problemlos zurückzulegen. Über die exakten Abfahrtszeiten der Busse kann man sich in der jeweiligen Gästeinformation bzw. an den Haltestellen oder den Bergbahnen informieren.

 

Blick vom Weiherkopf

Grad zwischen Weiherkopf und Bolsterlanger Horn

 

Zur „Großen Hörnertour“ steigt man nicht zur Mittelstation ab, sondern wendet sich am Weiherkopf nach rechts. Im Wald dem Kamm folgend auf Wanderweg etwas bergab und bergauf zum Großen Ochsenkopf (1.662 m). Der Aufstieg wird mit einer eindrucksvollen Aussicht auf die zahllosen Berggipfel der Allgäuer Alpen belohnt. Im Norden steht über dem Tal der Gunzesrieder Ache die ganze Nagelfluhkette. Vor allem der Weg vom Mittag zum Stuiben ist deutlich zu verfolgen. Hier besteht wieder die Möglichkeit die Tour zu beenden. Hierzu steigt man vom Gipfel in südwestlicher Richtung ab, bis ein bequemer Weg über Berghaus Schwaben zurück zur Hörnerbahn-Bergstation führt.

 

Aufstieg zum Großen Ochsenkopf

Sattel zwischen Ostertal und Bolgental

 

Vom Großen Ochsenkopf geht dann etwas abwärts durch ganze Felder von Heidelbeerbüschen auf ein kleines Hochmoor zu, dessen Wasseraugen selbst im regenärmsten Sommer nicht austrocknen. Nun wandert man immer am Grat entlang, an der Abzweigung zur Prinschenhütte vorbei, die tief unten am Rande eines zweiten Hochmoors steht. An manchen Stellen des Grates muss man etwas klettern – einfach und ganz ungefährlich. In einer Stunde (vom Ochsenkopf aus) ist man dann am Riedberger Horn (1.787 m) angelangt.

 

Riedberger Horn

Alpenrosenblüte am Riedberger Horn (ungefähr Mitte/Ende Juni bis Mitte Juli)

 

Vom Gipfel des Riedberger Horns geht der Blick hinüber nach Süden zum Gottesackerplateau und dem  Hohen Ifen, im Westen sieht man die Schesaplana und den Säntis über den Bregenzerwald-Bergen und im Osten ragen die Lechtaler Alpen hinter dem Allgäuer Hauptkamm auf. Ein wunderschönes Panorama, für das man sich Zeit lassen sollte.

 

Der Abstieg ist einfach. Man nimmt zunächst den Weg in Richtung Grasgehrenhütte. An einem Sattel links abbiegen in Richtung Schwabenhaus und von dort zurück zur Hörnerbahn-Bergstation.

 

Alternativ: Abstieg nach Südosten auf bezeichnetem zur einsehbaren Grasgehrenhütte (1.447 m; 1 Stunde, Einkehrmöglichkeit). Mit dem Linienbus ab dem Parkplatz an der Riedbergpassstraße über Obermaiselstein nach Bolsterlang.

 

 

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