Heidenkopf und Girenkopf

 

 

 

 

 

Der zwischen Balderschwang und dem Scheidwangsattel aus skurrilen Nagelfluhformationen aufgebaute Heidenkopf ist der letzte bekannte Gipfel des am Tennenmooskopf beginnenden und sich bis nach Hittisau hin ausdehnenden Molassekamms. Gerne wird der Heidenkopf (1.685 m) in Zusammenhang mit der Gratüberschreitung zum Siplingerkopf bestiegen. Leichter als sein rege besuchter Nachbar lässt sich ebenfalls direkt über die Kammhöhe der Girenkopf (1.683 m) anhängen.

 

Wandervorschlag:

 

Anfahrt mit dem Pkw oder mit dem Bus über den Riedbergpass nach Balderschwang. Am Ortseingang beim ersten Bauernhof „Bim schwarza Stürar“ folgt man der Beschilderung „Alpe Oberbalderschwang, Alpe Spicherhalde“. Die für den öffentlichen Verkehr gesperrte Straße führt in einer leichten Rechtskurve nach oben. Etwa 100 m nach dieser Biegung steht oben am Hang, knapp 50 m vom Weg entfernt, ein Baum, der von weitem gesehen zwei Stämme zu besitzen scheint und sich deutlich von den Bäumen der Umgebung abhebt. Dies ist die berühmte alte Eibe von Balderschwang. Nun führt der Weg an der erhöht liegenden Oberen Socheralpe vorbei hinauf zur Alpe Oberbalderschwang. Über der Alpe zeigt sich der felsige Hahnenkamm des Heidenkopfs und im Süden die Gottesackerwände. Der Weg führt weiter in einer Serpentine über die Weidehänge hinauf zu einem Absatz. Hier folgt man dem Wegweiser „Siplingerkopf“ auf einem unmarkierten Steig. Rechts vom Bach am Fuße des Gratkopfs zeigt ein an einem Baumstumpf angebrachter Wegweiser die Richtung „Heidenkopf“. Am Sattel zwischen Heidenkopf

und Girenkopf (der Sattel ist zugleich auch der Übergang zur Alpe Scheidwang und zum Hochgrat) beginnt bei einem roten Felsen nach rechts der kurze, aber anspruchsvolle und luftige Anstieg auf den Gipfel. Eine Felspassage ist dabei mit Drahtseilen gesichert. Durch die günstige Lage des Berges kann man tief in die Berge des Bregenzer Waldes hineinschauen, und bei klarer Sicht führt einem der Blick bis in die Berge der Schweiz, im Norden erstreckt sich die Nagelfluhkette. Zurück am Sattel folgt man zwischen einzelnen Fichten dem Grassteig auf der Kammhöhe über kleine Gratköpfe zum kreuzlosen Girenkopf. Die Aussicht entspricht etwa jener vom Heidenkopf. Richtung Hittisau öffnet sich von hier das Lecknertal.

 

Abstieg ab Sattel dem Wegweiser folgend hinab zur Spicherhalde und dann links die Fahrstraße nach Balderschwang.

 

 

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