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Bleicherhorn

Höllritzereck
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Südlich des Gunzesrieder Tales steht das
doppelgipflige Bleicherhorn (1.669 m). Der südliche Gipfel davon ist das
gleich hohe Höllritzereck. Sie gehören aus Illertaler Sicht zu den
„Hinteren Hörnern“. Diese bilden zusammen mit dem Siplingerkopf den
Abschluss zum Balderschwanger Tal.
Das Bleicherhorn trägt seinen Namen vermutlich von den
weiten, freien Flächen der Nordostseite, die im Frühling noch immer weiß
leuchten, wenn rundum die Berge schon grün sind. Eine Folge von Alpweiden,
die an keiner Stelle wirklich steil sind, zieht vom Gipfel und seinem
Zwilling, dem Höllritzereck, nach Norden hinab. Das stark verwitternde
Gestein Flysch sorgt für die sanften Formen, für das üppige Grün und die so
scharf eingeschnittenen Bachläufe.
Die beiden aussichtsreichen Flyschgipfel bieten bei
klarer Luft einen großartigen Rundblick vom Bregenzer Wald zu den Allgäuer
Hochalpen bis zu den Ammergauer Bergen. Gegenüber steht die Nagelfluhkette
vom Mittag bis zum Hochgrat. Je
nach Jahreszeit blühen hier Aurikel, Enzian, Alpenanemone, Alpenrose,
Heidelbbeerfelder, Türkenbund, Bergmännle und vieles mehr.
Das Bleicherhorn und das Höllritzereck
erreicht man nicht nur aus dem Gunzesrieder Tal. Auch von
Oberstaufen-Steibis, Balderschwang und Grasgehren führen schöne und
abwechslungsreiche Wanderwege hierher.
Wandervorschlag:
Anfahrt
mit dem Pkw oder mit dem Bus über den Riedbergpass nach Balderschwang. Am
Ortseingang, nach dem Stubenbach beim ersten Bauernhof „Bim schwarza
Stürar“ folgt man der Beschilderung „Alpe Oberbalderschwang, Alpe
Spicherhalde“. Die für den
öffentlichen Verkehr gesperrte Straße führt in einer leichten Rechtskurve
nach oben. Etwa 100 m nach dieser Biegung steht oben am Hang, knapp 50 m
vom Weg entfernt, ein Baum, der von weitem gesehen zwei Stämme zu besitzen
scheint und sich deutlich von den Bäumen der Umgebung abhebt. Dies
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Balderschwang. Nun führt der Weg an der erhöht
liegenden Oberen Socheralpe vorbei auf die Alpe Oberbalderschwang zu. Kurz
vor der Alpe Oberbalderschwang zweigt rechts ein Weg ab („Im Kessel“) zur
Alpe Obere Wilhelmine (1.350 m), die nach etwa 20 Minuten erreicht wird.
Von dort auf bezeichnetem Weg über Weideböden Richtung Untere Wilhelmine
Alpe. Beim Abzweig rechts zur Alpe Höllritzen. Hier lohnt sich eine
zünftige Brotzeit wegen des guten Käses.
Von der Alpe Höllritzen nur wenig
ansteigend auf einem Fahr-, dann auf einem Fußweg nach Süden zum Kamm und
rechts umbiegend über den Grat auf das Höllritzereck. Auf Gras über eine
flache Scharte hinüber zum Bleicherhorn. Der Übergang ist nur eine Sache
von Minuten. Über den Nordwestgrat steigt man stramm hinab in den tiefsten
Sattel (1489 m) und auf breitem Weg zur nahen Alpe Obere Wilhelmine. Nun
folgt der Abstieg zur Alpe Oberbalderschwang und zurück ins Tal nach
Balderschwang.
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